Informationsveranstaltung über die Arbeit der DGHSam

Informationsveranstaltung über die Arbeit der DGHSam 25. März 2023 in Oldenburg

Hiermit laden wir ein zu unserer nächsten Veranstaltung am 25.3.2023 um 11.00 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3, 26121 Oldenburg. Uns ist es gelungen, das vielbeschäftigte Präsidiumsmitglied Frau Ursula Bonnekoh von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben für eine Informationsveranstaltung per Video-Zoom-Schaltung zu gewinnen. Frau Bonnekoh wird über die aktuelle Situation der Suizidhilfe referieren. Im Anschluss ihres Vortrages beantwortet sie die Fragen der Anwesenden.

Ursula Bonnekoh Schatzmeisterin der DGHS

Seit drei Jahren ist es entschieden: Hilfe beim Suizid ist erlaubt. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 ist klar, dass wir alle das Recht haben, unser Leben selbstbestimmt zu beenden, nach Hilfe dabei zu suchen und diese anzunehmen, wenn sie angeboten wird. Im Bundestag strebt man nun eine gesetzliche Neuregelung der Suizidhilfe an. Bereits im letzten Jahr wurden von drei Gruppen Gesetzentwürfe eingebracht. Ebenfalls im letzten Jahr fanden eine Orientierungsdebatte, eine erste Lesung und eine öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss statt. In diesem Jahr, vermutlich im 2. Quartal, ist mit einer Abstimmung im Bundestag zu rechnen. Ob einer der drei Entwürfe eine Mehrheit bekommt, wird sich zeigen. Ein Gesetzentwurf will die Suizidhilfe wieder in einem neuen Paragrafen 217 StGB unter Strafe stellen. Nur unter hohen Auflagen soll die „Letzte Hilfe“ straffrei bleiben. Zwei liberalere Entwürfe wollen uns eine Beratungspflicht und die Einhaltung von Wartefristen sowie weitere Hürden auferlegen. Aber brauchen wir denn überhaupt ein neues Gesetz? Seit drei Jahren organisieren oder vermitteln Vereine Hilfe beim Suizid. Alle haben sich eigene Sorgfalts- und Sicherheitskriterien auferlegt, die mit dem rechtlichen Rahmen, den das BVerfG in seinem Urteil gesetzt hat, übereinstimmen. Ursula Bonnekoh, Präsidiumsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), stellt die Praxis der DGHS vor. Der Verein vermittelt unter entsprechenden Voraussetzungen seinen Mitgliedern die Möglichkeit einer Freitodbegleitung. In ihrem Vortrag erläutert Ursula Bonnekoh das Vermittlungsverfahren der DGHS an freitodbegleitende externe Teams.

Ursula Bonnekoh, Diplom-Pädagogin, Präsidiumsmitglied der DGHS

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